WirtschaftsethikEin brisantes Thema der heutigen Zeit Ein Seminar über die Grundzüge von Ethik und Moral in der Wirtschaft
Marktwirtschaftliche Prozesse haben weltweit zu einem vorher ungeahnten Wohlstand der Menschheit geführt. Dennoch werfen alltägliche Ereignisse ihre Schatten auf das Wirtschaftsleben und zeugen damit von dessen Ambivalenz. Phänomene wie etwa Raubbau an der Natur, verantwortungsloser Umgang mit und Arbeitskräften, unkontrollierte Machtausübung in rechtlichen Grauzonen, Mobbing sowie Korruption sind es schließlich, welche dem Ruf nach sittlichen Werten in der ökonomischen Praxis besondere Dringlichkeit verleihen. Kürzlich hat erst die Finanzkrise der Frage nach der Möglichkeit von Ethik im Wirtschaftsleben abermals Aktualität verliehen.
Umso bedenklicher ist es, dass die Universitäten, welche die Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft ausbilden, nur sehr zögerlich auf den gestiegenen Bedarf an ethischer Schulung reagieren – zumeist aus Kostengründen. In der Regel bleibt diese humanitäre Schulung in der Eigenverantwortung der Akteure. Ziel des Seminars Grundlagen der Wirtschaftsethik ist es nun, den Teilnehmern zu einer kritischen Urteilskraft zu verhelfen, mit der sie sowohl im Berufs- als auch im Privatleben eine eigene, gut begründete moralische Position entwickeln können - ohne dabei lebensfremden Imperativen gehorchen zu müssen.
Am Beginn des Seminars steht eine allgemeine Einführung in die Ethik, bei der sich die Teilnehmer unter der Anleitung der Referentin zunächst die Begriffe der Ethik, Moral und des guten Lebens entwickeln. Anhand von ausgewählten Texten erarbeiten sie sodann in Gruppen die Grundpositionen der Moralphilosophie, stellen sie vor und lernen schließlich, diese gegeneinander abzuwägen. Anschließend erfolgt die Anwendung des Gelernten durch den Bezug auf Fallstudien.
Die Methodik des Seminars besteht darin, dass sich die Teilnehmer ihr Wissen erarbeiten. Gezielte Fragen der Referentin, der Dialog sowie das Bereitstellen von geeignetem Textmaterial weisen die Richtung. Ziel der Veranstaltung ist es nicht, die Teilnehmer von einer bestimmten Ethik zu überzeugen. Letztlich gibt es selbst in der über zweitausend Jahre alten Moralphilosophie keinen Konsens darüber, wie man sich im eigentlichen Sinne richtig verhält und was das wahrhaft gute Leben ausmacht. Vielmehr sollen die Teilnehmer durch ihre Überlegungen und ihr aktives Engagement in die Lage versetzt werden, sich selbst eine fundierte Meinung bilden und verteidigen zu können. Dies kann eine passive und zumeist unreflektierte Wissensaufnahme nicht gewährleisten.
Weiterhin kommen durch die Auseinandersetzung mit nicht alltäglich verhandelten Themen in kleinen Gruppen der eigene moralische Charakter sowie das eigene praktisch gelebte Sozialverhalten ungeschönt zum Ausdruck. Auch hier kann man durch kritische Fragen ansetzen, um Defiziten in der moralischen Kompetenz zu begegnen, die sich häufig bei Führungskräften negativ auf ihren langfristigen Erfolg auswirken. Auch Verweigerungshaltungen innerhalb eines Teams treten mitunter zutage. Idealerweise lernt der Teilnehmer durch die Beschäftigung mit moralphilosophischen Fragestellungen sowohl im Privaten als auch im Beruflichen etwas anderes als sich selbst dauerhaft ins Zentrum der eigenen Aufmerksamkeit zu rücken. Die Ethik gibt ihm dabei eine Orientierung. Insbesondere die Beschäftigung mit der Philosophie fördert weiterhin nicht nur das kritische Denken und das Infragestellen des vermeintlich Selbstverständlichen, sondern die Teilnehmer lernen auch, ihre Gedanken zu strukturieren, formulieren und zu kommunizieren. Damit finden sie sich im Team besser zurecht und können überdies generell besser mit komplexen Situationen umgehen. Weitere Informationen erhalten Sie über unser Kontaktformular. Schreiben Sie uns einfach an oder kommen Sie telefonisch unter +49 (0) 7141.871297 auf uns zu.
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